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ISLÄNDERSAGAS

Fr, 01.03.2019, 18 Uhr – So, 03.03.2019, 13 Uhr
Anmeldeschluss: 03.02.2019
Kursgebühr: 185 € | 140 € ermäßigt | zzgl. 100 € Ü/V
Teilnehmende: mindestens 10, maximal 20

 

Als der erste Isländer Ingólfur Amarson 874 in der Gegend des heutigen
Reykjavík an Land ging, fand er eine unbewohnte, fruchtbare Insel vor,
die bald weitere Siedler anzog. Von den Erlebnissen der Siedler in der
rauen, unbekannten Gegend, von den Lebensgeschichten einzelner
Charaktere sowie von der Wandlung der Isländer von Heiden zu Christen
erzählen die Sagas, deren Spuren in Island bis heute noch überall zu
finden sind.

Die Sagas der Isländer bergen jedoch nicht nur großartige Geschichten
über Liebe, Mord und Rache in einer sich langsam formenden Gesellschaft,
in der das Recht des Stärkeren nach und nach vom Gesetz
abgelöst wird, sie stehen auch für eine besondere Kontinuität des
Erzählens, die vom 11. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht: Jeder
Schriftsteller bezieht sich direkt und indirekt auf die Sagas, jeder Isländer
kennt die Sagas, ihre Spuren sind in Island allgegenwärtig.

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Njáls-Saga über den Helden
Gunnar, dem eine Ohrfeige, die er seiner Frau gibt, zum Verhängnis wird
und seinem Freund Njáll, dem größten Rechtskenner seiner Zeit, der mit
seiner Familie einem »Mordbrand« zum Opfer fällt.

Zum Einstieg in die Welt der Isländersagas liest Tilman Spreckelsen aus
seiner 2011 im Galiani Verlag erschienenen Nacherzählung »Der Mordbrand
von Örnolfsdalur und andere Isländer-Sagas« und spricht mit
Arthúr Bollason über die Sagawelt der Isländer.