Literatur in der Lounge
Mit der Veranstaltungsreihe »Literatur in der Lounge« stellt der Fachbereich »Literatur und Medien« jüngere Literatur vor. An mehreren Abenden präsentieren Schriftsteller:innen ihre Werke und erzählen vom Schreiben, von Motiven, Motivationen und dem Leben als frei- oder nebenberufliche Autor:in.
Bekannte Autor:innen stehen neben weniger bekannten, moderne Erzählweisen neben traditionellen, fantastisches neben realistischem Erzählen, autobiografisch geprägte Romane neben reiner Fiktion. Jeder Abend dieser kleinen Reihe vermittelt einen Eindruck in die spannende Vielfalt zeitgenössischer Literatur.
BEGINN: jeweils um 19.00 Uhr | Einlass 18:30 Uhr
EINTRITT: VVK 10,00 € | 7,00 € ermäßigt* [zzgl. VVK.-Gebühr 1,00 € | 0,70 €]
AK 12,00 € | 8,50 € ermäßigt*
*Ermäßigung gilt für Schüler:innen, Studierende, Azubis/BFD, Schwerbehinderte sowie Arbeitslose gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises.
Tickets sind im Nordkolleg an der Abendkasse erhältlich. Eine Kartenreservierung vorab ist möglich per Mail an ticket[at]nordkolleg.de oder per Telefon unter 04331-143811.
Tickets können außerdem im Voraus ab vier Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung in der Buchhandlung Goeser, in der Coburg'schen Buchhandlung sowie in der Buchhandlung Liesegang in Rendsburg oder an der Rezeption des Nordkolleg erworben werden.
Weitere Informationen zur Lesereihe erhalten Sie direkt beim Nordkolleg Rendsburg bei Britta Lange: britta.lange(at)nordkolleg.de oder Katharina Noß: katharina.noss(at)nordkolleg.de| Telefon: 04331-143811.
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Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss.
Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.
Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, debütierte 2005 mit dem Erzählungsband Büchsenlicht, 2010 folgte der Roman Schipino. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014 Das letzte Land, 2018 Staub und 2021 Kazimira. Svenja Leiber lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.


Ada schläft kaum noch, seit sie nach ihrer Endometriose-OP Medikamente nimmt. Sie lauscht den Geräuschen ihres Wohnhauses und erinnert sich zurück: an den Sommer ihrer Jugend, den sie zusammen mit ihrer Cousine Lill in ihrer Heimat an der Ostseeküste verbringt. Die Tage sind bestimmt vom Perfektionieren des eigenen Körpers und der Begegnung mit Elja, die Adas Welt ins Wanken bringt. Doch mitten in diesem Jahrhundertsommer 2003 beginnt ein Schmerz, und mit ihm das Schweigen, das Ada zunehmend von ihrer Außenwelt trennt.
Ein berührender Coming-of-Age-Roman über die Erinnerung an einen flirrenden Sommer, der bis in die Gegenwart wirkt.
»Paradise Beach ist voller Körper. Dara Brexendorf zeigt sie aufrichtig in ihren kleinen wie großen Versehrtheiten. Poetisch-klangvoll begegnet Paradise Beach einer systemischen Sprachlosigkeit für weiblichen Schmerz und so wird der Text nicht nur zu einem literarischen Geschenk.« Paulina Czienskowski
Dara Brexendorf, geboren 1991, lebt als freie Autorin und Literaturvermittlerin in ihrer Heimatstadt Kiel. Sie moderiert die Lesebühne im Literaturhaus Schleswig-Holstein, ist Teil des Podcasts »Literarisch, Solidarisch« und des Literaturmagazins »Der Schnipsel«. Sie studierte Medien- und Literaturwissenschaften in Kiel und Mainz sowie Literarisches Schreiben in Hildesheim. 2025 erhielt sie den Liliencron-Nachwuchspreis für Lyrik aus Schleswig-Holstein. Zusammen mit Elena Kruse gibt sie im Sommer den Schreibworkshop Ins Kraut schreiben – Nature Writing & Kreative Bestärkung im Nordkolleg.


Anfang der 90er Jahre ist die Welt eine Verheißung und Jakob Dreiser mittendrin: Der junge Dichter wird in Rom für sein Werk gefeiert, der Kalte Krieg ist endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zum Gartenfest mit Krimsekt und Piroggen. Die Welt strebt nach Frieden und Glück – und diesmal scheint sie es ernst zu meinen. Dieter Germeshausen dagegen kann sein Pech kaum fassen. Jahrelang war er Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent, nun muss er dringend untertauchen. Ausgerechnet jetzt, wo er zum ersten Mal verliebt ist. Germeshausen braucht einen Plan, so viel steht fest. Und er braucht Jakob Dreiser. Denn für seinen großen Coup gibt es keine bessere Tarnung als einen international gefeierten Dichter. Eine herrlich turbulente Geschichte über Sehnsüchte, Täuschungen und das Scheitern im Moment der vermeintlichen Freiheit. Kristof Magnusson verwandelt eine Zeit historischer Umbrüche in einen unvergleichlichen Abenteuerroman.
»Wäre Kristof Magnussons Literatur ein Wetterphänomen, wären wir im April: erst Heiterkeit, dann ein Donner, dann Kälteeinbruch, und am Ende sitzt man da mit kurzen Ärmeln und findet es die fantastischste Zeit des Jahres.« Saša Stanišić
Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, schreibt Romane, Theaterstücke, übersetzt aus dem Isländischen und engagiert sich für Literatur in einfacher Sprache. Sein Theaterstück »Männerhort« wurde mit Elyas M'Barek und Christoph Maria Herbst für das Kino verfilmt, 2023 wurde er mit dem Rom-Preis der Villa Massimo ausgezeichnet. Kristof Magnusson ist SPIEGEL-Bestsellerautor, zuletzt erschien sein gefeierter Roman »Ein Mann der Kunst«. Kristof Magnusson lebt in Berlin.
Mi, 05.03.2025 »Und später für immer« Lesung und Gespräch mit Volker Jarck
Do, 20.03.2025 »Die erste halbe Stunde im Paradies« Lesung und Gespräch mit Janine Adomeit
Do, 03.0.2025 »Sohn ohne Vater« Lesung und Gespräch mit Feridun Zaimoglu
Do, 15.05.2025 »Flusslinien« Lesung und Gespräch mit Katharina Hagena
Di, 07.05.2024 »Nachhausekommen« Lesung und Gespräch mit Jan Peter Bremer
Do, 06.06.2024 »Windstärke 17« Lesung und Gespräch mit Caroline Wahl
Di, 18.06.2024 »Phytopia Plus« Lesung und Gespräch mit Zara Zerbe
Mi, 17.05.2023 Doppellesung mit Thomas Pregels »Kaltsommers Untergang. Holsteiner Trilogie III«
und Paul Ninus Naujoks »Männer und Zerbrechlichkeiten«
Di, 22.02.2022 »Mein Onkel, den der Wind mitnahm« Lesung und Gespräch mit Bachtyar Ali
Mi, 16.03.2022 »Harr Oluf in Hunsum« Lesung und Gespräch mit Christopher Ecker
Mi, 04.05.2022 »Café der Unsichtbaren« Lesung und Gespräch mit Judith Kuckart
Do, 06.02.2020 »Herkunft« Lesung und Gespräch mit Saša Stanišić
Mi, 04.03.2020 »Winterbergs letzte Reise« Lesung und Gespräch mit Jaroslav Rudiš
Di, 10.03.2020 »Kanalschwimmer« Lesung und Gespräch mit Ulrike Draesner
Do, 25.04.2019 »Nachtleuchten« Lesung und Gespräch mit María CeciliaBarbetta
Do, 26.01.2017 »Nachts ist es leise in Teheran« Lesung und Gespräch mit Shida Bazyar
Mi, 01.02.2017 »Das Unglück der anderen« Lesung und Gespräch mit Nele Pollatschek
Do, 16.02.2017 »Morgen mehr« Lesung und Gespräch mit Tilman Rammstedt
Di, 14.03.2017 »Muttermale« Lesung und Gespräch mit Arnon Grünberg
