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Mit der Veranstaltungsreihe »Literatur in der Lounge« stellt der Fachbereich »Literatur und Medien« in loser Reihenfolge Autorinnen und Autoren und ihre jüngsten Bücher vor.

An drei Abenden im Februar und März präsentieren Schriftstellerinnen und Schriftsteller ihre Werke und erzählen vom Schreiben, von Motiven, Motivationen und dem Leben als frei- oder nebenberuflicher Autor.

Bekannte Autorinnen und Autoren stehen neben weniger bekannten, moderne Erzählweisen neben traditionellen, fantastisches neben realistischem Erzählen, autobiografisch geprägte Romane neben reiner Fiktion: Jeder Abend dieser kleinen Reihe vermittelt einen Eindruck in die spannende Vielfalt zeitgenössischer Literatur.

BEGINN:  jeweils um 19.30 Uhr | Einlass 19.00 Uhr

EINTRITT: VVK 9,00 € | 6,00 € erm. [zzgl. VVK.-Gebühr 0,90 € | 0,60 €] AK 10,00 € | 7,00 €

Karten können ab Januar in der Buchhandlung Goeser, der Coburg´schen Buchhandlung, der Buchhandlung Liesegang in Rendsburg, bei der Touristeninformation Rendsburg sowie im Nordkolleg Rendsburg erworben werden.

Weitere Informationen zur Lesereihe erhalten Sie direkt beim Nordkolleg Rendsburg bei Britta Lange: britta.lange(at)nordkolleg.de | Telefon: 04331-1438 11.

TERMINE

(c) Katja Sämann

Ein kleines Dorf in Jugoslawien, eine Straße, die nach Josip Broz Tito benannt ist, die warme Hand der Großmutter, bosnische Schlangen und Drachen, ein Land, dass es nicht mehr gibt, eine Großmutter, die die Erinnerung verliert und ein Autor, der Erinnerungen sammelt und den Leser mit seiner Fabulierlust-und Kunst verführt: Saša Stanišić (*1978, Višegrad) kehrt nach seinem ersten Besuch mit seinem vielfach ausgezeichneten Roman »Vor dem Fest« mit einem zwischen poetischer Autobiografie und Fiktion changierenden Buch wieder. In »Herkunft« [Luchterhand, 2019] nimmt der Autor die großen lebensbewegenden Fragen auf, angefangen mit dem ersten Zufall jedes Lebens: irgendwo von irgendjemandem geboren zu werden.
Saša Stanišić begibt auf sich die Spuren seiner Familie und der Geschichten eines zerstörten Landes. Er erzählt von Schule, Krieg und dem Neuanfang in einem anderen Land und anderer Sprache. Vom Weggehen und Ankommen, von Begegnungen und Spurensuchen. Und während der Autor seine Herkünfte erkundet und über die Zufälle des Lebens spricht, setzt er das Verstreute, das Verlorene, das Neugefundene in der Sprache wieder zusammen und erzählt von dem, was einen Menschen ausmacht.

»Eines der intelligentesten, geistsprühendsten und - nicht zuletzt - formal innovativsten Bücher dieses Frühjahrs. Eine echte Freude zu lesen!«
Denis Scheck/ Das Erste »druckfrisch« 17.03.2019

(c) Peter von Felbert

Der tschechische Autor Jaroslav Rudiš nimmt den Leser mit auf eine ganz besondere Reise. In seinem ersten auf Deutsch verfassten Roman »Winterbergs letzte Reise«, der in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war, begleiten die Lesenden die Protagonisten auf einer Zugfahrt, die nicht nur durch halb Europa, sondern vor allem auch in die Vergangenheit fuhrt. Je weiter die Fahrt des ungleichen Paars – dem 99 jährigen eigensinnigen Winterberg und seinem erheblich jüngeren Krankenpfleger Kraus – gen Osten fuhrt, umso tiefer verstricken sich die beiden Männer in die Wirrnisse der eigenen und der europäischen Vergangenheit.

Wie das Streckennetz der Eisenbahnschienen Verbindungen zwischen den Ländern schafft, so sind auch diese Menschen durch die gemeinsame Geschichte Europas miteinander vereint. Es ist eine verschwundene Welt, die Jaroslav Rudiš in seinem Roman auferstehen lasst: alte Wegstrecken und Tunnel, abgelegene Bahnhofe, heruntergekommene Grandhotels und schummrige Wirtshäuser. Nach und nach loten die beiden Protagonisten ihre lang verdrängten Geheimnisse aus.

»Ein Roadmovie-Roman: Melancholisch, warmherzig und unglaublich witzig.«
SWR1

(c) Dominik Butzmann

Dass er »zu sicher gelebt hat«, begreift Charles mit Anfang 60, kurz vor seinem Ruhestand. Als seine Frau Maude ihm eröffnet, dass ein anderer Mann fortan das Haus mit ihnen teilen soll, setzt er ihrem Traum zunächst einen eigenen entgegen: einmal im Leben durch den Ärmelkanal zu schwimmen. Das Wasser – stark, anziehend, gefahrvoll – verändert Charles’ Sicht auf sein Leben: auf die drei Sommer der Liebe in den Siebzigern, menschliche Leidenschaften, gescheiterte Utopien.
In ihrem Roman »Kanalschwimmer« erzählt Ulrike Draesner mit beeindruckend poetischer Intensität die Geschichte einer Kanalüberquerung, die äußere wie innere Grenzen testet.