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©Peter von Felbert

 

Alles scheint noch vertraut in Hülkendonck, einem Dorf am Niederrhein. Als waren die dreißig Jahre, in denen der Erzähler hier nicht mehr lebt, nie gewesen. Sein Besuch bei den Eltern beschwort die Vergangenheit wieder herauf: die idyllische Weltfremdheit der 1970er-Jahre, den Beginn einer industriellen Landwirtschaft, die das bäuerliche Milieu verdrängt. Und den geplanten Bau des ≫Schnellen Brüters≪, eines neuartigen Atomkraftwerks, das die Menschen im Ort genauso tief spaltet wie im ganzen Land. Es ist jene Zeit, in der der Erzähler zu ahnen beginnt, dass das Leben seiner Eltern nicht das einzig mögliche ist – und in der er Juliane kennenlernt, eine Anti-Atomkraft-Aktivistin, die ihn in die linke Gegenkultur einfuhrt …

Einfühlsam und packend erzählt Christoph Peters in seinem 2020 bei Luchterhand erschienenen ≫Dorfroman≪ auf drei geschickt miteinander verknüpften Zeitebenen vom Kampf um und gegen das Atomkraftwerk und spiegelt ihn zugleich in der persönlichen Entwicklung und in den inneren Widersprüchen seines Protagonisten.

Christoph Peters, 1966 in Kalkar geboren, lebt als Autor in Berlin. Von ihm erschienen zahlreiche Romane und Erzählungsbände. Für seine Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet, z. B. mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2016) und dem Wolfgang-Koeppen-Preis (2018) Berlin.

Donnerstag, 14. Oktober 2021
Beginn 19.30 Uhr, Einlass 19.00 Uhr
Nordkolleg Rendsburg


Eintritt: 11 € | 7 € ermäßigt

VVK: Coburg'sche Buchhandlung, Buchhandlung Goeser, Buchhandlung Liesegang in Rendsburg,
TINOK Rendsburg sowie im Nordkolleg unter ticket[at]nordkolleg.de | T: 04331-1438-45

Es gilt die 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene, oder Getestete).
(Test aus einer Teststation/Arzt/Apotheke, der nicht älter als 24h bzw 48h (PCR) sein darf)
Selbsttests werden nicht anerkannt.
Es wird ein gültiger amtlicher Lichtbildausweis zusammen mit dem Nachweis benötigt.

Öffentliche Lesung in Zusammenarbeit mit »Neustart Kultur« der Bundesregierung für
Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.